Zukunftswerkstatt


Kontakt: Rolf Hoffmann, Kethelvierth 1, D-24623 Großenaspe, Telefon: (04327) 437


Die Gesprächstechnik „Zukunftswerkstatt (ein wichtiges Ee-lement ...

... (a) zur illusionsfreien Problemerkennung und Ziel-Aktualisierung,

   (b) zur Überprüfung der eigenen Problemlöse-Effizienz - und (c) zur Motivation und Einbindung der Alt-Mitglieder oder Schnupper-Besucher):

 

Um den letzten Punkt zuerst zu nehmen: Gerade, wenn „Neue" in einen bestehenden Kreis "hinein-schnuppern", finden diese, wenn sie sofort mitplanen können, dass sich "bei denen" etwas bewegt (bzw. dass man hier etwas mitbewegen kann). Die Alt-

Mitglieder reden dann auch nicht an den Neuen vorbei, müssen sie dort ‘abholen‘,

wo sie sind.

 

Bewegung allein (verbunden vielleicht mit Instinkt) kann aber nicht helfen, heutige Probleme zu vermindern oder zu vermeiden. Bisherige ‘Kräfte‘ – ob Politik oder Religion, Schulbildung, Wissenschaft, Technik oder Geld und Informationsflut – versagen, wenn sie Rücksichtslosigkeit fördern oder unfähig sind, Problemursachen zu ermitteln und zu mindern (diese oft durch ‘kräftigen‘ Selbstbetrug sogar vermehren).

 

Ein vorzüglicher Weg für eine immer faktenbezogene und  motivierende Verbesserung des Alltags und der Zukunft ist "die Zukunftswerkstatt", die - bei problem-bezogener Ideenfindung mit praktischer Umsetzung - regelmäßig stattfindet und an der alle jeweils Anwesenden teilnehmen.

Die ‚Zukunftswerkstatt (Zu-Werk)‘ funktioniert folgendermaßen:
1. Schritt Brainstorming: Jeder wünscht sich eine ihm wichtige Verbesserung (Traumwünsche sind erlaubt, nicht aber Kritik oder Diskussion. Jeder Wunsch wird sichtbar angeschrieben oder angepinnt. – Anstatt der Wünsche kann die Gruppe auch gern Mißstände sammeln, doch das senkt gleich am Anfang die Stimmung.)  
2. Schritt: Alle stimmen ab(*), welcher der Wünsche heute ‘angepackt‘ werden soll

(* falls mündlich, dann hat jeder nur einer Stimme; soll aber auch der zweitwichtige Wunsch jedes Teilnehmers berücksichtigt werden, dann hat jeder zwei Stimmen und 

es wird schriftlich gewählt).
3. Schritt: jeder Teilnehmer nennt Schritte, die seines Erachtens helfen können, dem nun gemeinsam gewünschten Ziel näherzukommen. (Wiederum wird alles unkritisiert angeschrieben).


4.Schritt: ausführliche, sachbezogene Erörterung dieser Vorschläge (es erfolgt also sachbezogene und konstruktive Kritik unter dem Aspekt, selber das Vorgeschlagene in den nächsten Tagen in die Tat umsetzen zu können),
5. Schritt: Die Aktiv-werdenden, ihre beabsichtigten Zukunftsschritte werden notiert.

6. Schritt (beim nächsten Treffen): Die ‘Aktivisten‘ berichten über ihren Erfolg (Teil- oder Nichterfolg). Sie teilen mit, welche Erfahrungen sie gemacht haben, ob sie ‘am Ball bleiben‘ oder aufgeben wollen: Am Machbaren überprüft man erneut die Realität.

Jemand der Anwesenden kann sich dem ‘Auftrag‘ anschließen oder ihn übernehmen.

Doch man beginnt ja ohnehin, neu ‘Zukunft zu werken‘ (mit Pkt.1 ff).
 

Anmerkung 1:

Die Problemlöse-Technik ‘Zukunftswerkstatt‘ ist die erste und bisher einzige Technik,

    die wenigstens zeitweise das Emotional-Illusionäre berücksichtigt >> frei von den

    allgegenwärtigen ‘Gehirnblähungen‘ der Intellektuellen oder der Halbgebildeten,

die aber abschnittsweise das illusionsfreie tatsachen-bezogene  Denken ermöglicht >> frei z.B. von Interpretationen und Assoziationen (die sonst ebenfalls in allen Köpfen -  bis heute oft unerkannt aber erfolgsverhindernd - mitspielen).

 

Diese Trennung von Illusionärem und – nennen wir es – ‘Ingenieurs-Denken‘ wird in der Zukunftswerkstatt konsequent gesteuert durch das abwechselnde ‘hier Brainstorming‘ (d.h. unkritisierte Spontanäußerungen in den ungeraden ZuWerk-Schritten 1,  3 und 5) – ‘dort logische oder praktische Überprüfung oder Umsetzung‘ (Schritte 2,  4 und 6).

 

Anmerkung 2:

Über die ‘Zukunftswerkstatt‘ kann - endlich – die Politik auf das Volk ‘herunter-elementarisiert‘ (also demokratisiert) werden, denn sie arbeitet nicht wie bisher hochdiplomatisch-verallgemeinernd und illusionär, sondern Schritt für Schritt am Detail – und außerdem immer nur im Machbaren und je nach Alltagskraft der Akteure.

Außerdem verbindet sie – endlich wieder – Politik und ‘Religion‘, denn die immer illusionären Wünsche und Vorstellungen des Glaubens (siehe ZuWerk-Schritte 1,3,5) bleiben nicht unrealisiert, werden aber durch die Schritte 2, 4 und 6 ‘geerdet‘.  

 

Anmerkung 3:
Wer Probleme hat und diese ernsthaft angehen will, muss – so das Ee-Prinzip - die Illusionen von den Fakten trennen (das Empfundene und Erdachte von den Tatsachen).
Wir kommen wohl nicht umhin zu begreifen, dass alles Kulturelle (die vielen Kulturen mit ihren Sitten vom Geld bis zu Gott und mit ihren Historien, Gesetzen, Wahrheiten, Gewohnheiten und Fahrplänen) ausschließlich Denkprodukte sind - also ohne Illusionen nicht existieren würden.
Ja, sogar allgültige Schönheit und Liebesbeteuerungen, Hassformulierungen und Schuld gäbe es ohne Selbstbetrug nicht. Und eben auch keine Probleme mehr (höchstens noch Konflikte). Und die meisten Konflikte entstehen aus Gefühltem: aus Angst und Befürchtungen, Erwartungen oder Hoffnung der Beteiligten – oder aus wiederum mit Illusionen hochgepäppeltem angeborenem Reaktionsverhalten.

Probleme tauchen auf bei Tageszielen - aber auch, wenn sich die Frage nach dem Sinn des (eigenen) Lebens stellt.
Der Lebenssinn sollte am besten 'nur' eine unbewusste Grundstimmung sein (also eine wohltuend-positive); eine bewusste Sinnklärung ist jedoch derart auf Illusionen angewiesen, dass man diese bewusst pflegen muss (anderenfalls man intellektuellen Freitod begeht).
Allerdings dürfte - so moralisiert ein Ee-Logiker – niemand diese seine Rettungsillusion zum Absolutum erheben, denn nur so erwuchsen bisher Ideologien und fundamenta-listische Religionen - und die Mit-Glieder pflegen in ihrer Gläubigkeit 'ihre' Illusion (und erzeugen Nachbarschafts- oder Welt-Probleme).

Also: Haddu Probleme - muddu lösen (am besten durch eine Art ZukunftsWerktechnik) bzw.: jedwedes Problem beruht auf 1+x Illusionen; diese herauszufiltern, wäre der erste, der wichtigste Schritt. (Schwer ist wohl nur, die eigenen Illusionen dabei wahrzunehmen und ggf. zurückzunehmen; doch in der aufmerksamen Gemeinschaft bei gegenseitiger Achtung gelingt das.)


 

Kontakt: Rolf Hoffmann, Kethelvierth 1, D-24623 Großenaspe, Telefon: (04327) 437