Ergänzungs-Währung
für jede Wirtschaftsregion
ein Hauptziel des ee (‘Essential-Engineering‘)
Nach der Einleitung
folgen in zwei Abschnitten
a) Das heute übliche Geld (Scheinwelt und Realität)
b) Zweitwährung (Beschaffenheit und Startmaßnahmen)
und am Ende (c) zusammenfassende Thesen
Ee-Leitgedanken: “Nicht der Mensch muss der Wirtschaft - sondern diese dem Menschen
dienen!“,
“Ein Staat hat eigentlich nur seine Bürger
zu schützen und deren Versorgung zu gewährleisten !“
“Wo die regionale Eigenversorgung nur wegen fehlenden
Geldes zurückgeht, da lasst uns (so riet schon Goethe)
das dafür nötige Geld schaffen - dieses aber (so das ee-Konzept) begrenzen auf die
Regio-Subsistenzwirtschaft !“.
Außerdem:
“Wer ein Problem ohne Neuverschuldung lösen will, muss auch ‘einen geldlosen
Lösungsweg‘ kennen !“
Genauer: “Wenn uns nicht mehr Solidarität und Religion leiten,
sondern der Staat einziger Ordnungshüter ist,
muss er all
seine Leistungen für uns Bürger immer sofort aus der Landes-Wirtschaftskraft
finanzieren können.“
und: "Die Nachhaltigkeit (Zukunftssicherheit) der Natur
beruht auf Kreisläufen. Jedes Wirtschaftssystem muss
ebenfalls kreislaufgerecht
arbeiten, d.h. keine Leistung (ob Ware od. Arbeit) darf verloren gehen oder
abgezweigt werden, auch nicht der Gegenwert, das Geld: Also muss das Systemgeld
ebenfalls in diesem
Kreislauf bleiben !"
Weil Dollar, Euro und Co. aber nicht kreislauftreu sind (diese
können jederzeit privatisiert oder
stillgelegt
werden – oder wegen ihrer
Konvertierbarkeit wertmäßig abwandern (s. Abb
1 u. 2) - sie können sogar
wertnegativ werden) und weil sich daran
auch nichts wird ändern lassen (zumal kein EU- oder WHO-Staat
mehr die
Währungshoheit hat), bliebe
als Rettung nur, die regionale Versorgung (also die
Binnenkonjunktur, das
Soziale und die Staatsfinanzierung) mittels einer zusätzlichen
eigenen
‘willigen‘ Kreislauf-Währung abzusichern.
Abbildung 1 - Der Geld-NICHT-Kreislauf
Abbildung 2 - Der Bereicherungskreislauf
Was zu einer
kreislaufwilligen Währung gehört, soll fachgerecht in Thesen erklärt werden
(weniger aus der Sicht der bisher entscheidenden Volkswirte, sondern
seitens der Regelungs-Logiker).
a)
Vorab
jedoch eine Bestandsaufnahme der herrschenden Meinungen und Vorstellungen:
Erste Illusion
(bzw. Wissenslücke):
Die dauernde Benutzung des Geldes ließ uns vergessen, dass jedem
Bedürftigen oder Nachfragenden auch ohne
Geld etwas geleistet werden könnte (durch
solidarisch geschenkte Ware z.B.). Und wir vergaßen darauf zu
achten, dass zumindest das
öffentlich-rechtlich genutzte Geld immer leistungsgedeckt sein müsste –
und so geschah es, dass jeder ‘gesparte‘ Geldbetrag oder jeder von einer
Bank ins System gegebene ‘Schein‘
ein Vorabkredit ist – noch ungedeckt durch
eine Leistung, also ein akzeptierter (vorprogrammierter)
Schuldenbetrag.
[Erst als Lohn oder
Verkaufserlös weitergegeben bekommt ein ‘Schein‘ seinen Wert (den der bezahlten
Arbeit).]
Zweite Irreführung (oder
Selbstbetrug):
Falsch angewendete Worte verwirren unser Denken (falsche Begriffe verunmöglichen richtiges Planen).
Beispiel:
Wenn wir für einen Geldgeber arbeiten, dann geben
wir die Arbeit - und sind nicht
die ‘Arbeit-Nehmer‘ !
Wenn aber sogar
Gewerkschafter weiterhin falsch reden, wie soll dann geleistete Arbeit richtig
bezahlt werden?
Wie kann man dann erkennen,
dass die Lohnsteuer dringend durch die Maschinensteuer ergänzt werden muss?
Oder:
Wie vermag dann ein Politiker, an die notwendige Leistungsdeckung der
bewilligten Milliarden zu denken ?
Und:
Wie sollen dann Schulkinder den physikalischen oder monetären Begriff ‘Arbeit‘
eindeutig erlernen?
Wie sollen aus dem Heer derart pisa-Schulgeschädigter sich dann kluge
Parlamentarier und Wähler
rekrutieren?
Aus fehlendem
Richtigdenken (oder aus Absicht)
entstanden also folgende ‘Geld-IstZustände‘,
die vom eE-Konzept her (Fehler erkannt – Fehler gebannt)
jedoch korrigiert werden könnten:
Das Geld ist heute
... ..........1) 'Gegenwert
für Ware und (Dienst-)Leistung' (unverzichtbar als Lohn in arbeitsteiliger
Gesellschaft),
.........ist 2) eigentlich
‘steuerbares Medium‘ (was heute niemand hinterfragt)
........ist 3) gleichzeitig
‘steuernder Impuls‘ (2 mit 3 ist aber regelungstechnisch schlecht vereinbar)
.......... 4) Maßstab für den
"Wert einer Person oder Institution",
......... 5) Türöffner
(Bestechungsmittel, - Werkzeug für Erpressung, Macht und Neo-Kolonisation),
........6) Alters- und
Krisensicherung (Maß für den Rentenanspruch - oder ist gar die Rente selber),
......7) ist selber handelbare Ware und bestes ‘Werkeug‘ zur
Bereicherung (ist Spekulationsobjekt),
.....8) ist wegen künstlicher
Wertbeständigkeit besser als (s.1) Ware od. Leistung - und daher ...
... 9) Grundlage aller
Kredite und Schulden (und ist deswegen - entgegen 2) - wirklich nicht
steuerbar).
Die
schädlichen Eigenschaften 3 bis 9 könnten innerhalb eines Zweitgeldsystems
vermieden werden.
Das müsste
alsbald geschehen, um wieder Sozialstaatlichkeit bzw. um regionale Souveränität
zu schaffen;
aber auch
sofort, damit ein finanzieller und damit sozialer, wirtschaftlicher und
ökologischer Zusammenbruch
abgewendet werden kann.
Denen, die auf die Funktionen 3 bis 9 angewiesen sind, stände das
Euro/Dollar-System weiterhin zur Verfügung,
sie könnten damit aber die zur Solidarität und Naturerhaltung
strebenden Kreise nicht weiterhin behindern.
Als dritter
Irrtum bürgerte sich
ein (oder wurde uns beigebracht - wohl die schädlichste Illusion),
dass sich der
Beauftragte einer Bürgerschaft (der Fiskus) - wenn ihm für seine
Pflichterfüllung höhere Steuer-
einnahmen fehlen – verschulden dürfe. Wenn also unser
oberster Geldverwalter, der Finanzminister sich nicht traut,
in geeigneter Höhe Steuern zu erheben (oder er seitens der Wohlhabenden
davon abgehalten wird) und er dann
gezwungen ist, die
Haushaltsausgaben mit Krediten und/oder Staatsanleihen zu finanzieren, so habe er sich und
uns Bürger bei den (zumeist inländischen) Geldgebern
verschuldet (in Summen, die dieser Staat ja wegen seiner
weiterhin zu geringen
Steuereinnahmen nie wird zurückzahlen können – sie betrügen inzwischen 1,7
Mrd.Euro).
Diese ‘Kredite‘ sind aber niemals Schulden,
denn ....
.... 1.) hat dieser Staat in jedem Jahr der
‘Kredit‘aufnahme aus dem Gemeinwesen (oder von unseren Banken)
dieses Geld sofort an das Gemeinwesen zurückgegeben (in Form von
Gehältern oder per Bezahlung unserer
Aufträge z.B. der erwünschten
Infrastruktur, des Militärs etc.pp):
Wieso sollte er diese Beträge ein zweites Mal ‘an uns
zurückzahlen‘? - bzw. bis zu einer
Tilgung jährliche
z.Zt. 40 Mrd. Euro Zinsen zahlen? (Na ja, wir wissen es eigentlich: “Weil die
Geldreichen es so wünschen“)
.... 2.) niemals kann es bei einem
Kreislauf-Medium reale Negativwerte bzw. ‘Schulden‘ geben (weder bei
einem
natürlichen Kreislauf wie dem Blut
in einem abgegrenzten Körper oder z.B. beim Wasser im Wetterkreislauf,
noch bei
einem technischen wie einem Warmwasser-Heizkreislauf - egal ob selbst- oder fremdgeregelt):
Also dürfte auch ‘das kreisende Medium Geld‘ tiefstens auf Null sinken – aber nie
negative Werte
annehmen.
(Wenn es das de jure dennoch ‘kann‘, dann liegt das nur an den Geldgierigen, die
die Erfindung der
Mathematiker, auch ins Negative hinein zählen zu können, zu
ihrem Dauervorteil in Gesetze gossen).
.... 3.) Diejenigen, die aus ihrem Säckel dem eigenen Staat
Geldsummen als Kredit geben konnten, hatten
genau diese Summen aus unserem, dem staatlichen
Geldkreislauf dereinst heraus-‘verdient‘, und sind
eigentlich schon lange verpflichtet, es in diesen
Staatskreislauf wieder einzuspeisen (d.h. zurückzugeben).
Fazit: Die sgn. Staats-Inlandsschulden könnte man ohne
moralische Bedenken und auch ohne Schaden
anzurichten .... per Dekret nachträglich in ‘erhobene Steuern‘
umwidmen (als neue Art des ‘Jubeljahres‘);
zumindest würde man eine staatseigene Zweitwährung so
konstruieren, dass diese weder als Negativwert
gebucht noch als Positivwert
aufgespart werden kann (wobei ja wegen der erwünschten Geldwert-Stabilität,
die nur die Geldsparer dringend brauchen, seither alle zurückgelegten
Geldvermögen irgendwo im Lande einen
gleichhohen Schuldenbetrag erzwingen –
logischerweise bei den Non-Profit-Beteiligten (beim Staat z.B.).
Der vierte Irrtum oder sträfliche
Betrug ist,
der Bürger könne und solle seine Altersvorsorge (die Rente) per
Geldrücklage ansparen und
absichern,
- was mit der
Illusion oder der Lüge verknüpft ist, zurückgelegtes Geld bliebe wertbeständig
ohne Jemanden
auszubeuten,
zu benachteiligen oder dem Geldumlauf und dem Geldwert zu schaden.
Wertbeständig wäre ein sozial-unschädliches Ansparen jedoch höchstens
in Zeiten hohen Wirtschaftswachstums,
Hohes Wachstum aber schadet – wie wir
heute erkennen - immer der Natur bzw. dem Klima.
Wer also heute Geld für das spätere Leben zurücklegt und meint, Jeder müsse seine
Rente in der Höhe seines
Arbeits-Durchschnittsverdienstes erhalten
können, liegt falsch, denn akute
Altersversorgung hängt weniger
von
der eigenen Vergangenheit ab, sondern einzig von der
Gemeinschaft, in der man als Betagter lebt: d.h. von
deren Wirtschaftsleistung
und von deren Solidar-Bereitschaft, dem bedürftigen Zeitgenossen Ertragsanteile
abzugeben.
Natürlich kann eine Rentengesetzgebung die Versorgung der Betagten und
die Solidarität der Mitbürger vorbereiten,
doch Deine
Alters-Einzelvorsorge solltest Du weniger geldorientiert treffen, sondern sach-
und prozess-
orientiert:
Beispiel 1: Wer vorausschauend weiß, dass man im Alter eine stufenfreie
Wohnung braucht und wohl einen
Rollstuhl, der sollte sich beides kaufen oder bauen, solange er dazu in
der Lage ist (früher hatten sich manche
ihren Sarg schon bei Lebzeiten zimmern lassen und ihn zwischenzeitlich
als Kleider- oder Mehltruhe benutzt).
Beispiel 2: Da immer die Ernährung gesichert sein sollte, wären
Geldvermögen oder Rentenansprüche nicht so
krisensicher wie ein Stück Gartenland und Kinder, die einem später
daraus Kartoffeln und Kompott erarbeiten.
Wer aber seinen jetzigen Arbeitslohn für die spätere
Versorgung ‘ansparen‘ will, sollte ihn in einen Handwerks-
oder
Mittelstandsbetrieb investieren, der voraussichtlich einige der dann nötigen
Alltagsprodukte herstellt
oder – falls
diese nicht direkt nutzbar – der entsprechende ‘Tantieme‘ als
Dann-Gegenwartskaufkraft abwirft - -
- oder der
dem Fiskus ermöglicht (durch geldwerte Arbeitsleistung und entsprechende
Geldabgabe), auch
Dir
heute Dein
Grundeinkommen oder später Deine dann kaufkräftige Grundrente monatlich
auszuzahlen.
[Ein heute – 2010 – gefordertes
Grundeinkommen für jeden Bürger – und zwar bei heutiger Arbeitsmoral, bei
heutigem Kauf-, Konsum- und Wegwerfverhalten - würde das
Über-unsere-Verhältnisse-Leben nur verstärken,
weil wir mit dem Euro und den Import-Billigwaren fast nur auf Kredit
leben: Erst mit einer Zweitwährung
(die an die Region gebunden bliebe und immer leistungsgedeckt wäre)
wäre – zusammen mit häufigeren Ehren-
amtstätigkeit – das Bürgergeld (=bedingtes Grundeinkommen) finanzierbar
und nicht inflationstreibend.]
Wer aber heute Rentenbeiträge einzahlt
oder unters Kopfkissen legt, verschenkt seine Kaufkraft (vielleicht
auf Nimmer-Wiedersehen) ohne die
zukünftige damit abzusichern, gibt sie beim Kontosparen sogar an heute
oft veruntreuende Banken ‘zur gefälligen
Verwendung und Vergabe auch fauler Kredite in 12-facher Höhe‘.
Fünfte Falschmeldung bzw.
Problemblindheit:
Fortwährend wird uns seitens der Politiker, Banker und
Pressevertreter erklärt, es gäbe keinen anderen Ausweg
aus der Geldknappheit als ein Mix aus Steuerkorrektur, staatlicher
Neuverschuldung und Ausgabenkürzungen.
Der Hinweis jedoch fehlt, dass es in einem
abflusslosen Geldkreislauf eine Geldknappheit nicht geben kann:
Denn erstens würde bei guter Politik jeder
Einzelne und jede Institution angemessen am Geldkreislauf beteiligt
– hätte
also ein Teilhabe-Anrecht (z.B.
ein Grundeinkommen) -, und wenn dieses Einmalgeld am Ende des Monats
nicht mehr ausreichen sollte, dann könnte zweitens jeder Teilnehmer sein Geld im nächstens Monat
gleich zu
Beginn ausgeben – was bedeutet, dass es schneller zum nächsten
Kreislauf-Teilnehmer gelangt (und über die
Umsatzsteuer auch in die Staatskasse und diese könnte das
Grundeinkommen früher auszahlen): >>>
>>> Allein
durch schnelleren Geldumlauf wird also jedes Teilnehmers Geldeinnahme pro Monat
erhöht - und
gleichzeitig die
Binnenkonjunktur, der Bedarf an Arbeitsplätzen und die Höhe der
Staatseinnahmen, des Grund-
einkommens bzw. der Rente – und keinerlei neues Geld müsste ins System eingespeist
werden, keine Kredite.
Die
Binnenkonjunktur wird jedoch nur gestärkt, wenn das Geld nicht zum Kauf von
Importwaren verleitet, wenn
es also
kein Euro, sondern eine pure Binnenwährung ist, kein sparfähiges Geld sondern
reines ‘Katalyt-Geld‘.
Unser derzeitiger Geldfluss
lässt sich sehr gut wie ein Heißwasser-Heizkreislauf
darstellen
Abbildung 3 - Geldkreislaufproblem
Im
unteren Halbkreis fließt das heiße Wasser allein durch die Schwerkraft
angetrieben (Heizungs-Version),
bzw. wird
das Geld angetrieben durch Bedarf, Profit und Angebot im
Erzeuger-Händler-Konsumenten-Kreis
( =
selbstregelnde Marktwirtschaft).
Für den
oberen Kreislauf (fürs Soziale und die Staatsfunktion) fehlt aber der
Profitvorteil als Antrieb,
und es
muss – wie bei der Hausheizung für hochgelegene Zimmer notwendig - eine
Umwälzpumpe die Zufuhr von
Geld gewährleisten.
Fehlt
jedoch Geld im gesamten System (wäre der Wasserstand im Heizkreislauf zu
niedrig), würde ein
ausgebildeter
‘Hausmeister‘ – damit die Pumpe wieder greift – zuerst das fehlende Medium
auffüllen.
Logischerweise
müsste er sicher sein, dass das Medium überhaupt noch fließfähig ist und ob es
überhaupt
umlaufen
kann; und er müsste auch alle Leckagen
finden und schließen.
>>>
In oben gezeichnetem System wäre also nötig, den Zinsabfluss vor der Pumpe zu
schließen, damit die Pumpe
das neu
eingespeiste Wassergeld auch fassen und weiterschaufeln kann.
Doch solange für den Sozial- und
den Profit-Kreislauf dasselbe Medium benutzt wird (ob DM oder Euro),
wird auch der willigste
Hausmeister/Finanzminister die immer neuen Geldverluste nicht immer wieder
ergänzen können (woher auch, wenn unfassbare ‘Räuber‘ das Geld
einfach ‘privat‘ und legal abzweigen):
Am besten wäre, man würde die
unterschiedlich anzutreibenden Kreisläufe trennen – was man durch zwei
unvermischbare Medien (Währungen) erreichen kann,
dann
könnten die Abzocker mit ihrem Profitkreislauf glücklich werden (falls sie
weiterhin arbeitende oder
kredithungrige Sklaven finden),
und
Diejenigen, die solidarisch füreinander arbeiten wollen, hätten ihr eigenes,
redliches Wirtschaftssystem.
b) Eine Zweitwährung soll
das also bessern !
Als erstes
sei erwähnt, dass die empfohlene Zweitwährung
a)
zwar
ähnlich wie die Tauschringwährungen CHIEMGAUER
& Co. konstruiert sein würde
b) also neben
dem Euro-Haushalt kursieren müsste,
c) jedoch (anders als bei bisherigen Tauschringwährungen)
völlig
getrennt vom Euro-(Nicht)kreislauf konzipiert wäre
(also auch nicht eintauschbar oder rückkaufbar),
d) und nicht
privatwirtschaftlich, sondern in der Hoheit der Kommune
wäre
(bzw. in Händen der jeweiligen steuererhebenden Gebietskörperschaft).
e) Sie müsste also
seitens der Kommune in Brüssel/Straßburg 'als
unverzichtbare Maßnahme nach dem EU-Subsidiaritäts-Prinzip'
(oder als Modell-Vorhaben) eingefordert
evtl. sogar erkämpft werden,
f) wobei Teil der
Subsidiaritäts-Erlaubnis wäre, die 'binnenkonjunktur-
fördernden Aufträge' ohne EU-Ausschreibungspflicht erteilen zu
dürfen.
Das Regionalgeld dürfte nur in einem Volumen geschöpft und in den
fiskalischen
Kreislauf eingespeist werden, das der jeweiligen Eurolücke entspricht.
Dieses Auffüllen der jährlichen Haushaltslücke
(Hh-Konsolidierung)
ist doch überall das Problem (abgesehen vom Schuldendienst,
der die
Gegenwarts-Solidarität nicht mehr behindern darf).
g) Um die
Volumen-Überschreitung zu verhindern
aber auch alle 'ruhenden' Gelder (und damit inflationäre Tendenzen),
müssen
seitens der kommunalen Geldverwaltung alle 'überflüssigen' Beträge
abgeschöpft
werden, falls sie nicht (stärker als bei CHIEMGAUER & Co.) nach
Monatsfrist 'verrosten', wozu eine elektronische Geldverwaltung
nützlich wäre.
(Für die Geldverwaltung wäre
die Kreis- oder Stadtsparkasse zu gewinnen
wie es bereits 2005 in
Delitzsch (Sachsen) vorübergehend im Gespräch war;
der Delitzscher hätte aber
gegen Euro eingekauft und rückgetauscht werden
müssen und bot deswegen keine
wirksame Alternative.)
Fazit:
das Regionalgeld soll die Differenz im Staatshaushalt auffüllen
und
zwar (sehr wichtig!) nur zur Erfüllung der sozialen und ökologischen Pflichten
(ggf.
auch für die kulturellen Bedarfe und die Energieversorgung)
und
auch nur, wenn diese aus regionaler Leistungspotenz erfüllbar sind !!
(Die für die Staatsverwaltung nötigen Beträge
könnte der Fiskus gleich einbehalten,
bräuchte sie also nicht als Lohnnebenkosten und
Steuern hin- und her zu buchen.)
Hierzu müsste
das Regional-Geld nur reine Katalysator-Funktion ausüben (dürfte also keine haltbaren
Positiv- oder
Negativ-Buchungen bilden, die die neuerliche Grundlage für Verschuldung und
Kredite wären).
Solch ein fiskalisches Regionalgeld (landesweite oder örtliche
Kreislaufwährung zusätzlich zum Euro)
hätte folgende Vorteile:>
1) Es beendet
den Geldmangel der Öffentlichen Hand (durch Direktauffüllung der Kassen);
2) Es deckt im
Rahmen der regionalen Leistungspotenz die Bedarfe der Bürger und die der
Kommune;
3) Es schafft
dadurch in der Region Arbeitsplätze
(weil die Mehrkaufkraft in der Region bzw. im 'Steuerinland' bleibt =
Binnenkonjunktur);
4) Es
vermindert daher Hartz- bzw. ALG-1u.2-Zahlungen, BAFöG, Kindergeld u.a. (in
Euro)
(Es erleichtert aber auch solche Zahlungen (in R-Geld), so dass
die Arbeitslosigkeit nicht das große Problem bleibt.);
5) Es erhöht
die Einnahmen des Fiskus (in Regio-Geld);
6) Es
konsolidiert den jetzigen Haushalt (und folgende);
7) Es stoppt
die 'notwendige' Neuverschuldung der Regierung;
8) Es
verhindert die Kürzung der notwendigen Ausgaben
(Kein Totsparen, Wegrationalisieren, keine
Rasenmäher-Subventionsstreichungen);
9) Es
verhindert Euro-Steuer- oder Gebühren-Erhöhungen (durch den Fiskus); .
10) Es
verhindert den Ausverkauf der Gemeinde- oder Landesvermögen
an die Gläubiger oder Geldgeber (und macht wieder handlungsfähig);
11) Es
verringert (wegen 6,7,8 und 9) die Lohnnebenkosten;
12) Es
verbessert die Infrastruktur:>
ermöglicht wieder den Betrieb öffentlicher Einrichtungen
die Planung weiterer regionaler Maßnahmen
den Ausbau "export"-orientierter Vorhaben (zum Erwerb von Euros)
die Tilgung von Euro-Krediten;
13) Es stärkt
die Bindung der Produzenten und der Bürger an die Region
(deren Solidarität und politische Mitverantwortung);
14) Es kann
allen Solidarbürgern ein Grundeinkommen finanzieren
und beendet die Diskussion über einen Mindestlohn;
15) Es stützt
ein solidarisches Europa, indem es im Steuerinland
wirtschaftlich und sozial (subsidiaritär !) eine gesündere Zelle bilden
hilft
16) Es übt die Region im Umgang mit einem
Solidargeld (so R.H.
2002) rechtzeitig,
.... bevor
die Kredit- und Schuldenwirtschaft mit ihrem Weltgeld zusammenbricht.
Für die Einführung
des evtl. erwogenen Regionalgeldes in den 'Binnenkreislauf'
gäbe es u.a. folgende Möglichkeiten:
1.
wie bei der Einführung der D-Mark eine einmalige
Kopfpauschale von höchstens 50 Einheiten
[und ggf. eine monatliche Auszahlung eines
erstmal kleinen Grundeinkommens an alle Solidarbürger,
was jedoch erst
‘erlaubt‘ wäre, wenn alle jeweils nicht-gebrauchten Beträge nach 30 Tagen
wieder
illiquide – also
wertlos (gemacht) werden würden – was am leichtesten möglich wäre bei reinem
Giralgeld mit
Cash-Cards (durch entsprechende Software im Zentralrechner für alle
E-Buchungen)];
2.
ein Auffüllen des Haushalts-Defizits der
aktiv-werdenden Gebietskörperschaft mit Regionalgeld,
!! aber höchstens
in der Höhe der zu erwartenden Gegenleistung aus der Region !!:
Hierbei würde der
Prozent-Anteil des in den Haushalts-Etat eingespeisten Regiogeldes errechnet
und jede
zukünftige Kommunal-Eurozahlung zusätzlich in diesem Prozentsatz mit R-Geld
ergänzt sein,
wobei ein so
bezahlter Unternehmer bei Steuer- oder Lohnforderungen diesen Anteil
weitergeben kann;
3.
ohne jegliches ‘Geld‘
die Ausgabe von zeitlimitierten Gutscheinen für Handwerkerleistung
und für elementare (also unveredelte) Produkte aus der Region (geeignet als Testlauf und zur Einübung).
c) Als Provokation seien noch folgende Thesen angefügt:
·
Eine
solidarisch-gerechte Währung müsste reiner Katalysator sein und nicht
privatisiert werden dürfen
·
Staatanleihen
sind solidarrechtlich und volkswirtschaftlich schädlicher als Falschgeld (sind aber nicht
verboten)
·
Nicht
die Armut ist das Hauptübel, sondern die Verschuldung (in keinem Naturkreislauf gibt es eine
Verschuldung, gibt es keinen negativen Katalysator - höchstens einen,
der null wird (denken wir an Blutarmut))
·
Die
fiskalische Verschuldung erfolgt, a) weil keine Gebietskörperschaft die
Geldhoheit besitzt
b) weil bei steigenden Geldvermögen das
Stabilitätsprinzip in gleicher Höhe Schulden verlangt
·
Der
Staat ist zum öffentlich-rechtlichen Geldwäscher geworden, weil er den potentiellen Kreditgebern (den
Geldvermögenden) deren unfair aus dem Geldkreislauf abgezocktes
öffentlich-rechtliches Geld nicht über eine
geeignete Steuer wieder abnimmt,
sondern die aufgezwungenen Kredite bis zur Tilgung verzinst (und die
Tilgung
wäre erst recht die Anerkennung und Legalisierung der einst unsolidarischen
Geldaneignung)
·
Das
Kreditgeld ermöglicht eine weltweite Super-Kolonisierung (sogar ganze Staaten werden durch die
Verschuldung
'aufgekauft', zumindest durch die künstliche Geldverknappung von den
Geldreichen beherrscht)
·
Die
Inflationsdrohung (völlig
aufgebläht) wurde zur Versklavungsknute, denn ...
·
...
alles fiskalisch in Maßen gedruckte Solidargeld (ein legalisiertes
'Falschgeld') wäre ebenso bzw.
ebensowenig inflationär wie die heute
genommenen Staatsanleihen, denn die umlaufenden Geldmengen
wären gleich groß,
·
wobei
die staatliche Notenbank – wie 1948 die D-Mark – die benötigte Menge nur einmal
zu drucken
bräuchte*, weil dieses Solidargeld abflussfrei im regionalen
Kreislauf bliebe; *einmalig 40 Mrd.
Neu-DM
·
Die Geldwertstabilität nützt nur den
Geldreichen, schadet aber wegen
der o.e.Adäquat-Schulden allen Anderen
·
Die
Konvertierbarkeit des Geldes verführt zur Unsolidarität in den
involvierten Regionen
·
Nicht um
zu helfen wird im- oder exportiert: fast jeder Fernhandel geschieht, um zu
verdienen
(erleichtert durch konvertierbares Geld) -
Subsistenzwirtschaft wäre gerechter und arbeitete mit regio-treuem
Eigengeld:
Nur noch mit Euro sollte der Fernhandel möglich sein (ebenso wie das spekulative Geldhorten, das
Geldverknappen und
Schuldenmachen) – dieses und die Fernhandelsgelder würden dann aber nicht
gleichzeitig
das Soziale Netz und die Staatsfunktion gefährden).
Ergänzungs-Währung
für jede Wirtschaftsregion
ein Hauptziel des ee (‘Essential-Engineering‘)
Die erforderliche Zweitwährung wäre gegenüber dem Euro u.Dollar
durch
ihre Zuständigkeit und Fähigkeit charakterisiert >>
eE-Regional-Währung
|
Euro bzw. der Dollar
|
|
|
- ist krisenfest und existenzsichernd
|
- ist günstig für Spekulationen
|
- geeignet für alle Non-Profit-Aufgaben
|
- günstig zum Rendite-Machen
|
- fürs sozial und ökologisch Notwendige
|
- für alles luxuriös-Überflüssige
|
- für die ordnende Verwaltung
|
- für die freie Marktwirtschaft
|
- für eine Subsistenzregion
|
- für jede Globalisierung
|
- für jede Solidargruppe
|
- für Privatisierung u.Vorteilstreben
|
- ist umgehend leistungsgedeckt
|
- bleibt eine oft ungedeckte Forderung
|
- wird nicht inflationär
|
- erzeugt Pseudowachstum oder Inflation
|
- ist nicht kredit- u. schuldenfähig
|
- wird oft gehortet und führt zu
Schulden
|
- ist immer ausreichend vorhanden
|
- wird künstlich knapp gehalten
|
- ist regelbar
|
- läuft leicht aus dem Ruder
|
- finanziert angemessene Staatlichkeit
|
- verschuldet und ‘kauft‘ Regierungen
|
- unterstützt gerechtes Wirtschaften
|
- vereitelt jede gerechte Wirtschaft
|
- geeignet für Solidar-Grundeinkommen
|
- mag Unterprivilegierte nicht
beteiligen
|
- finanziert würdevolles Leben
|
- erzwingt Billigarbeit, beutet aus
|
- beteiligt jeden am Volkseinkommen
|
- versklavt möglichst viele Arbeiter
|
- ermöglicht breite Kulturausübung
|
- fördert exklusiven Kulturkonsum
|
- bringt Demokratie und Freiheit
|
- ist Instrument von Zentral-Herrschaft
|
Aus all solchen Gründen wird seitens der
eE-nitiative und der eE-Logie allen verschuldeten
Gebietskörperschaften für alles Lebenswichtige
die oben definierte ‘nicht-trojanische‘ Zweitwährung
vorgeschlagen, - wenn’s sie gibt eine Währung, die die Teilnehmer frühzeitig bremst,
wenn sie über ihre
Verhältnisse
zu leben beginnen.
Für den Fall erster Sondierungs-Gespräche könnte
ein Erstgespräch durch zwei Impulsvorträge oder ein Referat
eingeleitet werden (bei Unterkunft- und
Fahrtkosten-Erstattung von ing.grad.Rolf Hoffmann Fon-Nr. 04327 / 437)
P.S.: Wir möchten darauf hinweisen, dass bereits 2002 ein
Finanzfachmann des Kieler Instituts für Weltwirtschaft
(Herr Dr. Boss) o.e. Geldreform-Konzept inhaltlich und
logisch als fehlerfrei beurteilte,
es aber damals als „politisch wohl nicht gewollt“
bezeichnete; - doch inzwischen sind wir ja sicherlich weiter.